MANN-FILTER: für zukünftige Filtrationsanforderungen gut gerüstet

Ludwigsburg, 11. September 2018 - Die jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Filtration überträgt MANN+HUMMEL auf die Anforderungen der alternativen Antriebe. Das Unternehmen zeigt seine Lösungen auf der Automechanika 2018.

„Egal welche Antriebstechnologie sich zukünftig durchsetzen wird, oder ob es eine Zukunft mit unterschiedlichen, gleichberechtigten Technologien geben wird: Filter werden nach wie vor zum Einsatz kommen“, sagt Dr. Uwe Hartmann, Vice President Marketing Automotive Aftermarket bei MANN+HUMMEL.

Bremsstaubpartikelfilter
Durch die Abnutzung von Bremsscheibe und -belag bei jeder Verzögerung entsteht auch bei Elektrofahrzeugen Bremsstaub. Dieser besteht zu einem wesentlichen Teil aus Feinstaub und ist aufgrund seiner geringen Partikelgröße gesundheitsschädlich und umweltbelastend. Den beim Bremsen entstehenden Feinstaub reduziert der neu entwickelte Bremsstaubpartikelfilter von MANN+HUMMEL um bis zu 80 Prozent. Durch sein robustes Gehäuse in unmittelbarer Nähe des Bremssattels verhindert der Filter direkt an der Entstehungsquelle eine Abgabe von Feinstaub an die Umgebung. Dies ist besonders wichtig, da beim Bremsvorgang im Stadtverkehr um ein Vielfaches mehr Feinstaub entsteht als durch Abgase. Als Filtermedium kommt ein temperatur- und korrosionsbeständiges Material zum Einsatz, das die unterschiedlichen Partikelgrößen effizient filtert. Zudem wird das starke Verschmutzen der Alufelgen und das mühsame Entfernen des eingefressenen Bremsstaubs erheblich reduziert. Für viele Autofahrer ist das von unschätzbarem Wert.

Mobiler Feinstaubpartikelfilter
Zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in Ballungsräumen hat MANN+HUMMEL einen Feinstaubpartikelfilter entwickelt, welchen das Unternehmen seit Mitte letzten Jahres in Feldversuchen testet. Angebracht zum Beispiel auf dem Dach oder am Unterboden eines Fahrzeuges nimmt der Filter Feinstaubpartikel aus der Luft auf. Das verbaute Filterelement ermöglicht durch seinen besonders niedrigen Strömungswiderstand einen maximalen Volumenstrom bei gleichzeitig hoher Abscheidewirkung. Ventilatoren führen dafür Luft aus der Umgebung an den Filter heran. Somit sind die Fahrzeuge auch im stehenden Betrieb in der Lage, Feinstaub aus der Umgebungsluft heraus zu filtern.

Abhängig von den Rahmenbedingungen ist es möglich, dass ein Elektrofahrzeug durch den Einsatz eines Feinstaubpartikelfilters emmissionsneutral fährt. Bezogen auf die Gesamtbilanz im Fahrbetrieb heißt das:

  • kein Kohlendioxid (CO2),
  • kein Stickoxid (NOx),
  • kein Lärm,
  • kein Feinstaub.

Getriebeölfilter für E-Achsen
Werden Leistungselektronik, Elektromotor und Getriebe zu einer sogenannten E-Achse integriert, muss nicht nur eine Flüssigkühlung, sondern auch eine Schmierung erfolgen. Der neu entwickelte Getriebeölfilter von MANN+HUMMEL sorgt für sauberes Öl zur Schmierung und Kühlung der Zahnräder sowie weiterer Bauteile innerhalb eines Getriebes für Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Der hochabscheidende Filter mit voll synthetischem Filtermedium hat einen niedrigen Differenzdruck, eine hohe chemische und thermische Beständigkeit und ist dabei für Lebensdaueranforderungen ausgelegt. Durch die bewährte Falttechnologie lässt sich selbst auf kleinstem Bauraum viel Filtermedium unterbringen. Um das Filtergehäuse besonders auch in engen Bauräumen differenzdruckoptimiert zu gestalten, unterstützen modernste Simulationsverfahren eine optimale Strömungsauslegung. Robust ist auch das Kunststoffgehäuse der Getriebeölfilter.

Batterie-Druckausgleichselement
Eine weitere wichtige Komponente für Elektrofahrzeuge ist das Druckausgleichselement, das MANN+HUMMEL bereits vor einigen Jahren sowohl für reine Elektro- als auch Plug-in Hybrid-Fahrzeuge in Serie gebracht hat. Herzstück dieses, am Batteriegehäuse angebrachten Bauteils, ist eine gasdurchlässige Membran. Sie ermöglicht den erforderlichen, permanenten Druckausgleich zwischen dem Batteriesystem und der Umgebung und hält dabei Staub und Wasser zurück. Sollte durch eine Fehlfunktion im Batteriesystem ein Überdruck entstehen, führt das Bauteil diesen schnell ab und vermeidet dadurch z.B. ein Bersten des Gehäuses.

„Seit mehr als 75 Jahren steht MANN+HUMMEL für herausragende Innovationen und wir zählen heute zum weltweit führenden Unternehmen im Bereich Filtration. Mehr als 1.000 Forscher und Entwickler arbeiten weltweit daran, dass wir auch bei veränderten Antriebskonzepten ein innovatives Portfolio anbieten und unsere Kunden weiterhin mit einem breiten Spektrum an Produkten für zukünftige Filtrationsanforderungen begeistern können“, erläutert Hartmann.

Ansprechpartner

Sinikka Kenklies
Corporate Communications Manager
Kersten Solacroup
Brand Management MANN-FILTER