MANN+HUMMEL Zentrifugen reduzieren Stillstandzeiten und Gesamtbetriebskosten

Ludwigsburg/Hamburg, 4. September 2018 – Dieselmotoren sind als Antriebs- und Hilfsmotoren in der Schiffbauindustrie weit verbreitet. Heutige moderne Dieselmotoren sind so ausgelegt, dass sie sich durch wirtschaftlicheren Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen bei gleichzeitig hoher Zuverlässigkeit und Leistungsstärke auszeichnen.

Technologien, die von Motorenherstellern eingesetzt werden, insbesondere zur Emissionssenkung, bieten diese Vorteile, erhöhen jedoch die im Schmieröl enthaltenen Rußanteile. 

Schmierölwechsel ist ein wesentlicher Teil der Wartungsarbeiten, der für die Motorlebensdauer wichtig ist. Die Kosten dafür können jedoch hoch sein und steigen ständig. Die Ölwechselintervalle zu verlängern ist deshalb für Betreiber von Schiffen vorteilhaft, um die Kosten für Wartung, Ersatzteile und Stillstandzeiten zu reduzieren. Durch Verlängerung der Ölstandzeit verringern sich die Entsorgungskosten für Altöl und Filter.

Eine bewährte Technik, um Verunreinigungen wie Ruß aus dem Schmieröl abzuscheiden und die Ölstandzeit zu verlängern, ist der Einsatz von Zentrifugen zur Ölfiltration im Nebenstrom. MANN+HUMMEL ist Weltmarktführer in der Herstellung von Nebenstromzentrifugen. Früher unter dem Namen Glacier Zentrifugen bekannt, wurde die Zentrifugentechnologie von MANN+HUMMEL von vielen weltweit führenden Dieselmotorenherstellern übernommen und findet in der Schiffbauindustrie seit mehr als 40 Jahren Anwendung. 

So arbeitet eine Ölzentrifuge

Der durch Öldruck angetriebene Zentrifugenrotor erreicht Drehzahlen  von über 10.000 Umdrehungen pro Minute. Die dadurch entstehenden Zentrifugalkräfte, die 2.000-mal größer sind als die Schwerkraft, können Metallabrieb, Ruß, der während des Verbrennungsprozesses entsteht, und eingetragene Schmutzpartikel in der Ansaugluft abscheiden. Dabei werden die Partikel beschleunigt und lagern sich an der Rotorinnenwand ab.

MANN+HUMMEL bietet zwei verschiedene Rotorkonzeptionen: abreinigbare Metallrotoren oder Einwegrotoren aus Kunststoff. Die Rotoren bieten hervorragende Abscheideleistungen, ohne dabei die Schmutzaufnahmekapazität zu beeinträchtigen. Die Produktpalette der MANN+HUMMEL Zentrifugen umfasst alle Größen, die für die kleinsten bis größten Anwendungsbereiche in der Schiffbauindustrie benötigt werden. Sie können entweder als unabhängige Nebenstromfilter eingesetzt werden oder mit einem automatischen Filter verbunden werden, um die Verunreinigungen bei der Rückspülung aufzunehmen. Durch direkte Zusammenarbeit mit Motorenherstellern können die Zentrifugen speziell auf die Anforderungen bei der Motorenkonzeption und leichte Bedienbarkeit zugeschnitten werden. Zusätzlich stehen die Vorteile der Zentrifugentechnologie den Betreibern von Schiffen direkt als Katalogprodukt bzw. Retrofit-Lösung am oder außerhalb des Motors zur Verfügung. Wenn Zentrifugen in Kombination mit regelmäßigen Ölproben und Trendanalysen verwendet werden, können Betreiber verlängerte Ölstandzeiten und Langlebigkeit der Motoren vermelden.

„Die Zentrifugen von MANN+HUMMEL bieten viele Vorteile“, sagt Tony Fell, Entwicklungsverantwortlicher für das Produktsegment Zentrifugen bei MANN+HUMMEL. „Sie sorgen dafür, dass das Motoröl länger sauber und schmierfähig bleibt, verlängern die Ölwechselintervalle in Bezug auf den Ölrußgehalt und reduzieren dadurch die Stillstandzeit. Außerdem verringern sie den Verschleiß an kritischen Motorkomponenten und verlängern somit die Lebensdauer des Motors.“

MANN+HUMMEL Zentrifugen werden von weltweit über 40 Motorenherstellern in Dieselmotoren für Schiffe, Nutzfahrzeuge, Stromerzeugung, Lokomotiven, Bergbaumaschinen sowie in Land- und Baumaschinen eingesetzt.

 

Ansprechpartner

Miriam Teige
Manager Corporate Communications