Neue Motoren müssen leistungsstark, robust und sauber sein. Ein schwedischer Automobilhersteller setzt daher für seine Vierzylinder Dieselmotoren auf ein Saugrohr sowie eine Kühlereinheit mit Ein- und Auslassschalen von MANN+HUMMEL.

Die Anforderungen an moderne Verbrennungsmotoren sind hoch und der Gesetzgeber ist in Sachen Schadstoffregelung unerbittlich. Daher arbeiten die Entwickler bei MANN+HUMMEL kontinuierlich an Lösungen, die Fahrspaß garantieren und gleichzeitig die Umwelt schonen. Eine dieser Entwicklungen sind Ansaugmodule mit integriertem indirektem Ladeluftkühler. Die indirekte Kühlung garantiert im Vergleich zur direkten Ladeluftkühlung eine konstantere Kühlleistung und reduziert den CO2-Ausstoß um bis zu drei Prozent. Zudem spart die Lösung Platz, Gewicht sowie Material und ist widerstandsfähig gegenüber den hohen Ladedruck- und Temperaturanforderungen.

Dieses Konzept hat auch den schwedischen Automobilhersteller überzeugt und kommt bei seinen Vierzylinder Dieselmotoren zum Einsatz. Bei dieser Lösung ist der selbsttragende Kühler zwischen der Ein- und Auslassschale eingebettet und nicht wie bei vorhergehenden Konzeptansätzen komplett von Kunststoff umschlossen. Das spart Material und verringert das Bauteilgewicht. Um eine hochfeste Verbindung sicherzustellen, sind der Kühler und die Schalen miteinander vercrimpt. Eine Fügetechnik, die bei MANN+HUMMEL erstmals zum Einsatz kommt. Bei dieser Weiterentwicklung ist es dank innovativer Produktionsverfahren gelungen, die Anzahl der Bauteile und damit die Herstellungskosten weiter zu senken. Darüber hinaus wird mit dem neuen System die Abgasnorm Euro 6 erfüllt.

Innovative Fertigungstechnik

Der Ladeluftkühler ist durch einen Flansch an der Auslassschale mit der Drosselklappe verbunden. Dieser ermöglicht einen Bewegungsausgleich zwischen den Komponenten. Die Ein- und Auslassschalen werden mithilfe eines Mehrkavitätenwerkzeugs einteilig hergestellt. Die Kunststoffschalen bestehen aus einem besonders festen Polyamid mit 50 Prozent Glasfaseranteil (PA6.6 GF50) und bestehen hohen Temperaturen in der heißen Ansaugluft. Dank starker Verrippungen stellen hohe Drücke kein Problem dar.

Neben dem Ladeluftkühler mit Ein- und Auslassschale ist das Schaltsaugohr Bestandteil des Ansaugmoduls. Die Oberschale des Saugrohrs ist ebenfalls dank innovativer Entformungstechnik einteilig. Dadurch kann auf eine kritische Schweißverbindung verzichtet werden. Zudem ließ sich mit dem Verfahren die Abgasrückführungs-Einleitstelle optimal positionieren.

Der Mitnehmerhebel wird im Metallspritzverfahren gefertigt. Eine Plasmaverschweißung garantiert, dass der Hebel verzugsarm mit der Schaltklappenwelle verbunden ist. Dies ermöglicht eine durchgängige metallische Verbindung, so dass dieses System der gesetzlich vorgeschriebenen OBD II Norm (On-Board-Diagnose) gerecht wird. Stufenlos elektrisch gesteuerte Drall-Klappen im aktiven Saugrohr sorgen in allen Lastzuständen für eine effektive und schadstoffarme Verbrennung und sichern so, was gewünscht ist: emissionsarmen Fahrspaß.