Die Experten von MANN+HUMMEL haben nun noch effizientere Kraftstofffiltermedien entwickelt, mit denen sich zukünftige Anforderungen an die Kraftstofffiltration erfüllen lassen. Dabei werden auch neue Mess- und Prüfmethoden eingesetzt.

Seit jeher legt MANN+HUMMEL größten Wert darauf, mit dem Produktportfolio nicht nur den gegenwärtigen Anforderungen gerecht zu werden, sondern auch für kommende bestens gerüstet zu sein. Mit dieser Weitsicht prüft der Filtrationsspezialist sich ergebene Optimierungsbedarfe fortlaufend. Auch die Mess- und Prüfmethoden müssen sich unter dem kritischen Expertenblick immer wieder aufs Neue bewähren. Denn um zu wissen, ob ein Filtermedium zum Beispiel hochsensible Einspritzsysteme vor allerkleinsten Partikeln schützt, muss man sie erst einmal messen können.

Mit dem neuen Niederviskosen-Multipass-Prüfstand führt MANN+HUMMEL feldnahe Prüfungen durch. In den Kategorien Partikelabscheidung und Schmutzaufnahmekapazität sind dank der Weiterentwicklung des Prüfstands Partikelgrößen von ein bis drei Mikrometer messbar. Neben dem Nachweis der Leistungsfähigkeit, integriert der Prüfstand weitere Funktionen wie Beispielsweise die statische und Vibrationsprüfung mit Hilfe eines Shakers.

Aufbau des Kraftstofffilterelements

Dichtung

Mittelrohr

Barriere gegen Faserabwurf

Endscheibe

Endscheibe

Filtermedium MULTIGRADE

Weiterentwicklung des Filtermedienportfolios

Die Jahrzehnte lange Expertise in der Kraftstofffiltration und die Markt- und Kundennähe ermöglicht es MANN+HUMMEL sein Filtermedienportfolio konsequent weiterzuentwickeln und noch höhere Abscheidegrade zu erreichen. Basierend auf dem bewährten Kraftstofffiltermedium MULTIGRADE F-MB 333, das im Bereich Heavy Duty & Industrial inzwischen standardmäßig verwendet wird, entwickelten die Experten zunächst das MULTIGRADE F-MB 2000, das über einen Abscheidegrad von 99,95 Prozent bei einer Partikelgröße von vier Mikrometern verfügt und auch bereits am Markt erhältlich ist. Derzeit arbeitet MANN+HUMMEL am Filtermedium MULTIGRADE F-MB 10000, das dank einer Optimierung der Gradientenstruktur den Partikelabscheidegrad noch weiter steigert. Der Abscheidegrad liegt hier bei 99,99 Prozent bei vier Mikrometer. Die ersten Filterelemente mit diesem Medium gehen 2020 in die Felderprobung.

Die Kraftstofffilter der jüngsten Generation schützen moderne Einspritzsysteme effektiv vor Verunreinigungen, indem sie selbst kleinste Partikel abfangen. Die Lebensdauer der Komponenten im System wie die der Hochdruckpumpe und der Injektoren erhöhen sich damit deutlich. Das ermöglicht zudem die homogene Zerstäubung und vollständige Verbrennung des Diesels. Hochabscheidende Filtermedien erfüllen aber auch bei schlechter Kraftstoffqualität oder widrigen Betriebsbedingungen ihre Funktion, indem sie für die geforderte Kraftstoffreinheit im Einspritzsystem sorgen und somit optimal vor Verschleiß und Verunreinigungen schützen. Ausfallzeiten können so vermieden werden.

Die Kraftstofffilterelemente, in denen die Medien eingesetzt werden, zeugen von der Innovationskraft des Filterherstellers: Sie können flexibel an vorhandene Bauräume und für verschiedene Applikationen angepasst werden – vom PKW-Motor über Nutzfahrzeugmotoren für On- und Off-Road Einsätze bis zu Industriemotoren. Ein Mittelrohr im Element sorgt für höhere Stabilität und eine vollsynthetische Schutzlage verhindert, dass Glasfasern aus den Lagen des Mediums ins Kraftstoffsystem gelangen. Gemessen wird das mit einer von MANN+HUMMEL neu entwickelten Messmethode. Diese ermöglicht es, die einzelnen Glasfaserstäbchen im Kraftstoffstrom besser zu detektieren. Die Kunden profitieren somit von dem ganzheitlichen Ansatz des Filterspezialisten bei der Entwicklung hocheffizienter Filtermedien.