Für die Niederdruckseite hat MANN+HUMMEL Breitbanddämpfer mit akustisch wirksamem Filtermaterial bereits im Portfolio. Jetzt gelang die Entwicklung eines Materials, das auch mit den harten Einsatzbedingungen auf der Hochdruckseite klarkommt.

Ein fauchendes Brüllen beim Anlassen, ein tiefes Röhren beim Gas geben und ein sattes Blubbern im Leerlauf: Erst der passende Sound macht ein Auto perfekt. Störend und unerwünscht sind dabei hochfrequente Töne des Turboladers. Mit der Entwicklung eines innovativen Breitbanddämpfers sagt MANN+HUMMEL diesen Störgeräuschen auf der Hochdruckseite der Ansaugluftführung den Kampf an. Der neue Akustikfilter trägt den anspruchsvollen thermischen und chemischen Anforderungen Rechnung und lässt sich daher direkt in der Ladeluftstrecke integrieren. Breitbanddämpfer mit Dämpfungskammern arbeiten nach dem Resonanz-Prinzip. Kommt zusätzlich akustisch wirksames Filtermaterial zum Einsatz, spricht man vom Absorptions-Prinzip. Diese Akustikfilter zeichnen sich durch eine höhere Dämpfung über einen breiteren und höheren Frequenzbereich aus - und das bei sehr kompakter Bauweise.

Die richtige Beschichtung

Für den Niederdruckbereich hat MANN+HUMMEL bereits kompakte Akustikfilter auf den Markt gebracht: Das akustisch wirksame Filtermaterial, das das Dämpfungsvolumen des Breitbanddämpfers ausfüllt, schluckt unerwünschte Geräusche. Allerdings sind die hier eingesetzten Vliese und Schaumstoffe nur für niedrige Temperaturen geeignet. Bisher eingesetzte Breitbanddämpfer auf der Hochdruckseite arbeiteten nur nach dem Resonanz-Prinzip. Jetzt gelang es den MANN+HUMMEL Experten ein hitzebeständiges Filtermaterial zu entwickeln, das durch eine oleophobe Beschichtung auch widerstandsfähig gegen den chemischen Einfluss von Blowby-Gasen sowie Ölen ist. Die geräuschdämpfende Leistung des Materials wird durch die Beschichtung nicht beeinflusst. Der Akustikfilter benötigt zudem nicht mehr Platz, als bisher verwendete Breitbanddämpfer und überzeugt durch bessere Leistung bei der Dämpfung der hochfrequenten Störgeräusche. Zudem senkt der Akustikfilter die Kosten und erlaubt mehr Gestaltungsfreiheit gegenüber derzeitigen Dämmungssystemen.

Simulation spart Kosten

Bei der Dämpfungsleistung wollten die Entwickler klotzen, nicht kleckern: Eine Reduzierung von 20 Dezibel im Frequenzbereich zwischen drei und zehn Kilohertz war das Ziel. Ein Frequenzbereich, in dem konventionelle Breitbanddämpfer nicht mehr funktionieren. Um die Reaktion des neuen Materials auf die Umgebungsbedingungen im Hochdruckbereich zu untersuchen, konzipierten die Experten zunächst ein Simulationstool, das künftig ein einfaches und schnelles Layout schon während der Entwicklungsphase ermöglicht. So lässt sich frühzeitig ein präzises technisches Konzept erstellen, das wettbewerbsfähige Kosten sicherstellt.