Mit RobustPlus hat MANN+HUMMEL ein innovatives Membran-Material für Druckregelventile entwickelt, das mit seiner chemischen Beständigkeit neue Maßstäbe setzt. Nur ein Jahr nach der Marktvorstellung beweist ein Großserienauftrag eines US-amerikanischen Herstellers, dass die Lösung überzeugt.

Ein Schwachpunkt von Kurbelgehäuseentlüftungssystemen bei Benzinmotoren sind bisher die Druckregelventile. Die beschränkte chemische Beständigkeit ihrer meist aus Fluorsilikon-Kautschuk bestehenden Membranen führt in Verbindung mit bei der Verbrennung auftretenden aggressiven chemischen Substanzen zu einer Alterung. Insbesondere in Märkten mit schlechter Öl- und Kraftstoffqualität führt dies im schlimmsten Fall zur Rissbildung und damit zum Ausfall des Ventils.

MANN+HUMMEL ist mit der Entwicklung des RobustPlus Druckregelventils ein richtungsweisender Durchbruch gelungen. Die Membran aus einem neuen vollfluorierten Polymer überzeugt mit einer nahezu universellen chemischen Beständigkeit und löst damit das Problem, mit dem die Automobilindustrie bis dato zu kämpfen hat. Neben der Beständigkeit gegenüber aggressiven Säuren in Verbrennungsrückständen, erreicht das Druckregelventil bei Tests beste Werte in punkto Regelverhalten, Dichtheit und Berstdruck.

Das sind für einen großen US-amerikanischen Kunden überzeugende Fakten. Nur ein Jahr nach der Produktvorstellung platzierte er einen Großserienauftrag. Ab 2021 wird MANN+HUMMEL über eine Laufzeit von fünf Jahren jährlich 600.000 Zylinderkopfhauben mit integriertem SD-Ölabscheider und RobustPlus Druckregelventil zum Einbau in 1,5-Liter Turbo-Benzinmotoren liefern. Produziert werden die Komponenten in zwei MANN+HUMMEL Werken, die sowohl den nordamerikanischen als auch den asiatischen Markt abdecken.