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4. November 2021

Bessere Luft für München

Künftig sorgen neun MANN+HUMMEL Filtersäulen für sauberere Luft entlang der Landshuter Allee – Säulen senken Stickstoffdioxid-, Feinstaub- und Ozon-Belastung

Künftig sorgen neun MANN+HUMMEL Filtersäulen für sauberere Luft entlang der Landshuter Allee – Säulen senken Stickstoffdioxid-, Feinstaub- und Ozon-Belastung

Ludwigsburg/München/Bayreuth, 4. November 2021 – Über 400 Filter Cubes, verteilt auf 140 Säulen, hat der Ludwigsburger Filtrationsspezialist MANN+HUMMEL in den vergangenen drei Jahren weltweit installiert. Pro Stunde reinigen die Anlagen knapp zwei Milliarden Liter Luft. Das entspricht in etwa dem Frischluft-Bedarf von 4,1 Millionen Menschen. Entlang der Landshuter Allee werden künftig neun weitere Säulen mit insgesamt 27 Cubes ab November in München für bessere Luft sorgen.

„Viele Menschen machen sich sehr intensiv Gedanken über das eine Kilo Nahrung und die drei Liter Flüssigkeit, die sie täglich konsumieren. Aber über die Qualität der rund 12.000 Liter Luft, die jeder von uns Tag für Tag einatmet, denken wir sehr selten nach“, sagt Jan-Eric Raschke, Director Air Solution Systems bei MANN+HUMMEL.

Entspannt durchatmen

Um sich künftig keine Gedanken mehr um die Luftqualität in München machen zu müssen und entspannt durchatmen zu können, reinigen die von MANN+HUMMEL entwickelten und produzierten Säulen ab November die Luft entlang der Landshuter Allee. Mit Abschluss des Projekts sorgen dort dann insgesamt neun Filtersäulen für eine Reduktion der Feinstaub-, Stickstoffdioxid- und Ozon-Konzentration entlang der Straße.

„Wir sind uns alle einig: Am besten wäre es, wenn unsere Luft so sauber wäre, dass sie gar nicht gereinigt werden müsste“, so Raschke. „Leider ist sie es nicht überall. Gerade Städte und Ballungsräume stehen vor enormen Herausforderungen. Bei MANN+HUMMEL haben wir es uns seit acht Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, das Nützliche vom Schädlichen zu trennen. Mit modernster Filtertechnologie für saubere Luft zu sorgen, ist eines unserer Hauptanliegen."

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt in München von Forscherinnen und Forschern der Universitäten Bayreuth und Augsburg, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg sowie der Technischen Universität München. „Auf Basis der unterschiedlichen Expertisen der vier Projektpartner können wir uns ein ganz umfassendes Bild der realen Wirkung der neuen Luftfiltersysteme im Straßenzug machen. Wir werden das Filtermaterial unter die Lupe nehmen, den Einsatz der Filter im Feld erproben und dabei Luftqualität, Luftbewegung und Verkehrsgeschehen vermessen“, erklärt Prof. Anke Nölscher, die das Projekt an der Uni Bayreuth koordiniert.

Ziel des vom bayerischen Umweltministerium finanzierten Projekts ist eine weitere Verbesserung der Luftqualität in München. Außerdem soll das Projekt zeigen, wie sich die Luftfiltersysteme im realen Stadtraum wirksam einsetzen lassen, damit die Grenzwerte entlang der Landshuter Allee so schnell wie möglich eingehalten werden können.

Effiziente Luftfiltration – wissenschaftlich belegt

MANN+HUMMEL hat für besonders belastete Verkehrsadern und -knotenpunkte die Filter Cube Technologie entwickelt. Die Cubes saugen die verunreinigte Luft an und binden über 80 Prozent des darin enthaltenen Stickstoffdioxids (NO2) und Feinstaubs (PM10). Herzstück dieser Technologie ist ein Kombifilter. Dieser verfügt über eine hochwirksame Filterlage für Partikel und Aktivkohlelagen, die Stickstoffdioxid adsorbieren. Diese Aktivkohle-Medien nehmen durch ihre große Oberfläche sehr effektiv NO2 auf. Die Technologie zeichnet sich durch einen besonders geringen Druckverlust aus. Dadurch reinigt sie die Luft effektiv bei sehr geringem Energieeinsatz. Dank ihrer modularen Bauweise können die Filter Cubes zu einer Filtersäule verbaut werden.

Neben verschiedenen Standorten in Deutschland kommen die Filter Cubes von MANN+HUMMEL unter anderem auch in Brasilien, China, Indien und Südkorea zum Einsatz. Aktuell sind weitere Projekte in Hongkong, Mexiko, Kolumbien, Singapur, Taiwan und Thailand in Planung.

Die ersten Anlagen wurden im Dezember 2018 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart aufgestellt. Ein wissenschaftliches Gutachten, das die Wirksamkeit der Anlagen entlang der Straße „Am Neckartor“ untersuchte, kam 2020 zu dem Schluss, dass im Mittel eine Minderung von neun Prozent der Belastung mit Stickstoffdioxid, im Bereich des Gehwegs und nahe an den Gebäuden sogar eine Abnahme von zehn bis 19 Prozent erreicht wurde. Die Untersuchungen mit Fokus auf Feinstaub PM10 ergaben eine Minderung im Mittel von über zehn Prozent. Die Ozon-Konzentration konnte um mehr als elf Prozent reduziert werden.

Zum Hintergrund

Entlang der Landshuter Allee wurden zunächst sieben Filter Cube III Säulen installiert. Im weiteren Projektverlauf folgen dann zwei weitere Filter Cube III Säulen.

Unter der Leitung des Teams von Prof. Christoph Thomas, Arbeitsgruppe Mikrometeorologie, und wissenschaftlicher Koordination von Prof. Anke Nölscher, Arbeitsgruppe Atmosphärische Chemie von der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth, laufen insgesamt vier Projekte an den Universitäten Bayreuth und Augsburg sowie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und der Technischen Universität München. Die Projekte widmen sich der labortechnischen Untersuchung der Filterwirksamkeit, der mikroskaligen Modellierung der Filterwirkung von Luftreinigungssystemen, der Erfassung der Flottenzusammensetzung, des Verkehrsaufkommens und des Verkehrsflusses sowie der kleinräumigen Messung der Luftqualität an mehreren Standorten im Testfeld.

Ansprechpartner

Sophie Charlotte Kloiber

Sophie-Charlotte Kloiber

Public Relations Manager