Neuer Kraftstofffilter schützt Nfz-Dieseleinspritzsysteme vor Wasser und Schmutzpartikeln

• MANN-FILTER Dieselkraftstofffilter PU 12 004 z ab sofort als Set mit Kraftstoff-Vorfilter im freien Kfz-Teilemarkt verfügbar • Filter scheidet dank dreistufiger Wasserabscheidung über 90 Prozent des im Kraftstoff enthaltenen Wassers ab

Ludwigsburg, 15. Juli 2020 – Selbst bei hoher Kraftstoffqualität kann Diesel Spuren von Wasser enthalten. Sei es, weil feuchte Luft über die Tankbelüftung eindringt oder große Tankstellenbehältnisse Kondenswasser enthalten. Doch hochentwickelte Common-Rail-Dieseleinspritzsysteme mit Einspritzdrücke bis 2.500 bar stellen höhere Anforderungen an die Reinheit des Kraftstoffs als einfache, mechanische Systeme.

Kleinste Schmutzpartikel und Wassertropfen können Schäden an den Komponenten des Kraftstoffkreislaufs verursachen, die schlimmstenfalls zu einem Systemausfall führen. Eine weitere Herausforderung ist die Zusammensetzung moderner Dieselkraftstoffe, die sich über die letzten Jahre stark verändert hat: Sie sind schwefelarm und haben höhere Biokraftstoff- und Additivanteile. Dies führt zur Bildung von sehr kleinen und stabilen Wassertropfen im Dieselkraftstoff und erfordert eine neue Technologie für die Wasserabscheidung.

Dreistufige Wasserabscheidung schützt Einspritzsystem

Gelangt Wasser in den Kraftstoffkreislauf, wird es in der Niederdruck-Kraftstoffpumpe zu kleinen Tropfen zerkleinert. Nach mehreren Kraftstoffumläufen sind Tropfengrößen von weniger als 1/10 des Durchmessers eines Haares möglich. Für die Reinigung dieser sehr kleinen und fein verteilten Wassertröpfchen im Dieselkraftstoff hat MANN+HUMMEL eine Lösung entwickelt: Der MANN-FILTER Dieselkraftstofffilter PU 12 004 z wird von außen nach innen mit Kraftstoff durchströmt und arbeitet in drei Stufen. Dieses Verfahren wird als druckseitiger Filterbetrieb bezeichnet.

Im ersten Schritt befreit das Filtermedium den Dieselkraftstoff zuverlässig von festen Schmutzpartikeln. Die zweite Filterstufe arbeitet mit einem Koaleszenzvlies. Es fängt feinste Wassertröpfchen aus der Kraftstoff-Wasseremulsion ab und führt sie zu vielfach größeren Tropfen zusammen. Im dritten Reinigungsschritt sorgt ein wasserabweisendes Siebgewebe dafür, dass die vergrößerten Tropfen nicht ins Einspritzsystem gelangen. Mittels Schwerkraft sammelt sich das abgeschiedene Wasser in einem Wassersammelraum des Filtermoduls. Ein Sensor meldet, sobald das Wasser manuell abgelassen bzw. abgesaugt werden muss.

Über 90 Prozent der Wassertropfen scheidet der MANN-FILTER PU 12 004 z aus aktuellen Tankstellen-Dieselkraftstoffen ab, auch bei kleinsten Wassertropfen von bis zu zehn Mikrometern. Das funktioniert bis zum Ende des Serviceintervalls, selbst bei beladenem Filterelement. Sowohl ein- als auch zweistufige Konzepte am Markt erreichen vergleichsweise niedrige Abscheidegrade von bis zu maximal 35 bis 40 Prozent und bieten somit keinen zuverlässigen Schutz für moderne Einspritzsysteme.

Umweltschonend recyclebar und als Set verfügbar

Ab sofort ist der neue Kraftststofffilter in 100-prozentiger Erstausrüstungsqualität im freien Kfz-Teilemarkt verfügbar. Zusammen mit dem Vorfilter PU 5003, der die Niederdruckpumpe schützt, ist er als Set PU 12 010-2 z für den Mercedes-Benz Actros, Heavy-Duty Engine Platform HDEP erhältlich. Dank metallfreiem Element sind beide Filter vollständig veraschbar und erlauben somit ein umweltschonendes Recycling.

Für Regionen deren Kraftstoffqualität von hohen Partikel- und Wasserverunreinigungen betroffen sind, ist ein PreLine Vorfilter in Planung. Dieser ist saugseitig montiert, arbeitet ebenfalls mit dreistufiger Wasserabscheidung und sorgt für einen optimalen Motorschutz.

Servicefreundliches, patentiertes Konzept beim Filterwechsel

Dreht der Monteur beim Filterausbau den Deckel auf, verbinden sich die Haltenocken der Element-Endscheibe mit ihren Gegenstücken im Deckel fest miteinander. Dieser sogenannte Bajonettverschluss sorgt beim Aufschrauben dafür, dass sich das gesamte Filterelement ohne den sonst üblichen Kraftaufwand im Gehäuse vom Stutzen löst und anhebt. Dies erleichtert die Demontage in der Werkstatt merklich. Beim Einsetzen des neuen Filterelements, rastet dieses mit einer kleinen Drehung ein. Für das Filterelement mit Bajonettverschluss hat das Unternehmen in mehreren Ländern Patente erteilt bekommen.

„Ob Korrosion oder Kavitationseffekte an Injektoren, Ventilen oder der Hochdruckpumpe des CR-Systems – Schäden, die zu einem Systemausfall führen können, werden mit dieser Abscheidetechnologie wesentlich reduziert“, sagt Martin Veit, Lead Product Engineer Entwicklung Kraftstofffilter im automobilen Ersatzteilmarkt von MANN+HUMMEL. Für die neuartige Filtertechnologie hat MANN+HUMMEL mehrere Patente beim Deutschen Patent- und Markenamt sowie in weiteren Ländern angemeldet.

Ansprechpartner

Laura Montag
Manager Corporate Relations
Kersten Solacroup
Brand Management MANN-FILTER