MANN+HUMMEL erprobt Bremsstaubpartikelfilter erfolgreich

Ludwigsburg, Frankfurt, Hannover, 7. September 2018 – Der neuentwickelte Bremsstaubpartikelfilter von MANN+HUMMEL reduziert den Bremsstaubausstoß von Fahrzeugen deutlich, so dass weniger Bremsstaubpartikel in die Umwelt gelangen. Der Filter ist an bestehende Bauräume im Bereich der Scheibenbremse anpassbar. Bei allen Antriebsarten - vom E-Fahrzeug über das Hybridfahrzeug bis hin zum klassischen Benzin- und Dieselfahrzeug - kann der Bremsstaubpartikelfilter zum Einsatz kommen.

Nach erfolgreichen Feldtests im Rahmen seines Projekts „Feinstaubfresser“ in den vergangenen Monaten präsentiert MANN+HUMMEL den an PKW und Nutzfahrzeugen einsetzbaren Bremsstaubpartikelfilter im September sowohl auf der Automechanika als auch im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge.

Nachdem MANN+HUMMEL die Technologie erstmals im Jahr 2017 zu einem frühen Zeitpunkt innerhalb des Entwicklungsprozesses vorgestellt hat, konnten erfolgreiche Tests die Wirksamkeit bestätigen. Im Rahmen des bestandenen  Großglockner-Tests in einem Windkanal wurde eine Bergabfahrt simuliert und Temperaturbeständigkeit bewiesen. Auch Schnee und Wasser haben keine Auswirkungen auf den Filter gezeigt. Das Ziel, 80 Prozent der Bremsstaubpartikel aufzufangen, wurde nach bisherigen Tests erreicht. Ebenfalls geht MANN+HUMMEL von einem Serviceintervall aus, das dem eines Bremsbelagwechsels entspricht. Die Entwickler sind zudem sehr optimistisch, ein Produktgewicht von unter 500 Gramm zu erreichen.

Durch sein robustes Gehäuse in unmittelbarer Nähe des Bremssattels verhindert der Filter direkt an der Entstehungsquelle eine Abgabe von Bremsstaub an die Umgebung, speziell im Stadtverkehr mit vielen Bremsvorgängen. Als Filtermedium kommt ein temperatur- und korrosionsbeständiges Material zum Einsatz, das die unterschiedlichen Partikelgrößen effizient filtert. Durch den direkt an der Entstehungsquelle eingefangenen Bremsstaub kann zudem das starke Verschmutzen der Alufelgen und das mühsame Entfernen des eingefressenen Bremsstaubs erheblich reduziert werden. Für viele Autofahrer ist das von unschätzbarem Wert. Für PKW kann der Bremsstaubpartikelfilter zudem als farbiges Stylingelement eingesetzt werden.

Die neue Technologie ist auf großes Interesse gestoßen. Mit namhaften Automobilherstellern hat MANN+HUMMEL bereits erfolgreiche Tests durchgeführt. Eine mehrmonatige Erprobung, nach Serienanforderungen der Fahrzeughersteller, mit einem bekannten Bremsenhersteller hat vor kurzem begonnen.

Der Bremsvorgang im Stadtverkehr verursacht um ein Vielfaches mehr Staub als Abgase. Durch die Abnutzung von Bremsscheibe und -belag entsteht bei jeder durchgeführten Bremsung Bremsstaub. Dieser besteht zu einem wesentlichen Teil aus Feinstaub und ist aufgrund seiner geringen Partikelgröße gesundheitsschädlich und umweltbelastend. Der Bremsstaub trägt erheblich zur Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr bei. Über 90 Prozent des Bremsstaubes sind feinste Partikel, die sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken.

Weitere Informationen
Etwa 47.000 Menschen in Deutschland sterben nach Schätzungen der WHO jährlich durch Feinstaub. MANN+HUMMEL führt unter dem Titel „Feinstaubfresser“ ein Forschungsprojekt zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in Ballungsräumen durch. Im August 2017 hat ein Feldtest mit einem Versuchsfahrzeug in der Region Stuttgart begonnen, bei dem verschiedene Filtertechnologien getestet werden. Eine davon ist der Bremsstaubpartikelfilter. Mittlerweile wurde das Projekt auf weitere Fahrzeuge und andere Länder (Indien, China) ausgeweitet.
Weitere Informationen unter www.feinstaubfresser.de

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