20. April 2026
MANN+HUMMEL prüft Produktionsverlagerung aus Speyer
Ludwigsburg, 16. April 2026 – Der Filtrationsexperte MANN+HUMMEL beabsichtigt, den Standort Speyer bis spätestens Ende 2028 vollständig zu schließen. Die Produktion und damit verbundene Logistikaktivitäten von Filtrationsprodukten sollen schrittweise an andere Werke der MANN+HUMMEL Gruppe verlagert und die Produktion in Speyer damit eingestellt werden.
MANN+HUMMEL hat die Mitarbeitenden am Standort Speyer heute über die Pläne informiert. Am Standort Speyer arbeiten derzeit 600 Beschäftigte, davon 400 in der Produktion sowie in produktionsnahen Tätigkeiten. Das Unternehmen wird nun unverzüglich Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen. In diesen Gesprächen wird es unter anderem um einen möglichen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeitenden gehen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern tragfähige und sozialverträgliche Lösungen zu erarbeiten.
Der Standort Speyer hat über viele Jahre hinweg wesentlich zum Erfolg von MANN+HUMMEL beigetragen. Die Leistungen der Mitarbeitenden verdienen größten Respekt. Die geplanten Maßnahmen sind keine Bewertung der Leistungen der Mitarbeitenden vor Ort, sondern das Ergebnis einer strategischen Weiterentwicklung des europäischen Produktionsnetzwerks.
Die Kunden erwarten heute mehr denn je wettbewerbsfähige Kosten und eine zuverlässige Belieferung. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen in Europa spürbar: Das wirtschaftliche Wachstum bleibt schwach, Energie- und Arbeitskosten sind hoch und globale Handelsbedingungen – etwa durch Zölle und geopolitische Unsicherheiten – erhöhen den Kosten- und Planungsdruck entlang der Lieferketten. MANN+HUMMEL überprüft seine Produktionsstrukturen regelmäßig, um das europäische Produktionsnetzwerk so weiterzuentwickeln, dass Qualität, Lieferfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit auch langfristig gesichert bleiben.
Die beabsichtigte Verlagerung der Produktion ist ein Schritt, um Produktionsvolumen stärker auf bestehende Standorte zu bündeln und Skaleneffekte sowie Investitionen in automatisierte Produktionsprozesse effizienter zu nutzen. Dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Produktionsnetzwerks langfristig gestärkt werden. Die Anpassung der Produktionsstruktur trägt dazu bei, Kunden weltweit weiterhin zuverlässig mit hochwertigen Filtrationslösungen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu beliefern.
Die möglichen Veränderungen würden in einem mehrjährigen Prozess erfolgen und sich bis spätestens Ende 2028 erstrecken.