Fuhrparkmanagement und Filtration: Smarte Wartung für eine zuverlässige und wirtschaftliche Flotte
Über die Wirtschaftlichkeit eines Nutzfahrzeugs entscheidet nicht allein der Anschaffungspreis, sondern die Total Cost of Ownership (TCO) über die gesamte Nutzungsdauer. Insbesondere Kraftstoffverbrauch, Wartungsaufwand, Bauteillebensdauer und die Verfügbarkeit Ihres Fuhrparks zahlen auf die TCO-Berechnung ein. Genau hier spielt Filtration eine wichtige, oft unterschätzte Rolle – als vergleichsweise kleiner Kostenblock mit großer Wirkung. Damit ist Filtration eine wichtige Antwort auf die zentrale Frage, wie Sie die Betriebszeit und Sicherheit Ihrer Flotte erhöhen und gleichzeitig Wartungs- und Gesamtbetriebskosten senken können.
Erfahren Sie, warum Filter in jedes Gespräch über Fuhrparkmanagement gehören, wie sich Filterdaten in vorhandene Fuhrparkmanagement-Systeme und bestehende Telematik einbinden lassen und wie aus starren Wartungsintervallen eine zustandsbasierte, vorausschauende Wartung wird. Auf der IAA TRANSPORTATION 2026 vom 15. bis 20. September in Hannover machen wir diese Zusammenhänge unter dem Motto „Your Success is our Mission“ anhand konkreter Rechenbeispiele sichtbar.
Warum Filtration ins Fuhrparkmanagement gehört
Fuhrparkmanagement umfasst alles, was den Fuhrpark am Laufen hält: Einsatzplanung, Instandhaltung, Ersatzteilversorgung und Kostenkontrolle. Die Fuhrparkwartung ist der Teil davon, der über die Verfügbarkeit entscheidet – von der Inspektion über den Werkstattaufenthalt bis zur Dokumentation. Filter sind dabei wartungskritische Komponenten: Sie bestimmen mit, wie zuverlässig ein Fahrzeug seine Leistung abruft und wie oft (und planbar) es in der Werkstatt steht. Wenn Sie Ihre Fahrzeugflotte effektiv verwalten wollen, ist die richtige Filtrationsstrategie essenziell.
Jede Filterart und Lösung wirkt dabei auf einen anderen Teil der Flottenbilanz:
- Motorluftfilter schützen den Verbrennungsprozess vor Staub und Partikeln.
- Kraftstofffilter halten Wasser und Schmutz von hochpräzisen Einspritzsystemen fern.
- Ölfilter verlängern die Lebensdauer von Lagern und Laufflächen.
- Hydraulikfilter schützen Pumpen, Ventile und Zylinder in Aufbauten wie Kippern oder Betonmischern.
- Innenraumfilter wirken auf Faktoren, die sich schwer beziffern lassen, aber jeden Tag zählen: Luftqualität, Konzentration und Komfort in der Fahrerkabine am Arbeitsplatz.
- Digitale Überwachungs-Tools & Sensoren unterstützen das Fuhrparkmanagement bei der datengetriebenen, zustandsbasierten und vorausschauenden Wartung der Filter.
Der gemeinsame Nenner: Lässt die Filtrationsleistung nach, steigt der Differenzdruck, sinkt die Effizienz – und im ungünstigsten Fall steht das Fahrzeug still. Ob Automotive, Transport- oder Heavy-Duty-Anwendung: Im Fuhrparkbetrieb verursacht jeder ungeplante Stillstand unmittelbar Kosten und stört den Betriebsablauf. Hinzu kommen Risiken, die sich erst später zeigen: Unzureichend geschützte Abgasnachbehandlung gefährdet die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten, undokumentierte Filterwechsel können Gewährleistungsansprüche kosten.
Euro 7, neue Kraftstoffe und alternative Antriebe: Anforderungen im Wandel
Der regulatorische Rahmen für das Fuhrparkmanagement zieht weiter an. Die Verordnung (EU) 2024/1257 (Euro 7)1 verschärft ab 2028 die Anforderungen an Dauerhaltbarkeit, Onboard-Überwachung und Emissionen im realen Fahrbetrieb. In den USA gelten die EPA-Standards für schwere Nutzfahrzeuge ab Modelljahr 20272, die strengere Grenzwerte über einen breiteren Betriebsbereich und eine längere Nutzungsdauer vorsehen. Für Flotten heißt das: Emissionsrelevante Systeme müssen über die gesamte Lebensdauer zuverlässig funktionieren – und ihr Zustand muss nachvollziehbar sein.
Parallel verändert sich, was durch die Filter strömt: Erneuerbare, alternative Kraftstoffe wie HVO und Biodiesel stellen andere Anforderungen an die Kraftstofffiltration als konventioneller Diesel. Wasserstoffmotoren, Brennstoffzellen und batterieelektrische Antriebe bringen völlig neue Aufgaben mit sich – von der Befeuchtung im Kathodenpfad über die Ölfiltration in E-Achsen bis zur Batterieentlüftung und Thermomanagement-Komponenten. Ein Filtrationspartner, der alle Technologien abdeckt, reduziert dabei den Abstimmungsaufwand und die Teilevielfalt. Auf der IAA Transportation 2026 können Sie unser Portfolio näher kennenlernen, darunter Lösungen für Brennstoffzellen, E-Achsen und Hochspannungs-Batteriesysteme.
Filter für den Fuhrpark und TCO: Was in die Berechnung gehört
Eine belastbare TCO-Berechnung berücksichtigt weit mehr als den Einkaufspreis eines Bauteils. In die Fuhrpark-TCO fließen Kraftstoffverbrauch, Wartungsaufwand und Werkstattzeiten, die Lebensdauer geschützter Komponenten, Ersatzteil- und Lagerkosten sowie der Ausfallwert eines stehenden Fahrzeugs ein. Filter berühren jede einzelne dieser Positionen.
Wie stark technische Detailoptimierungen wirken, zeigt das Beispiel eines Ölfiltermoduls von MANN+HUMMEL:
Eine optimierte Ventilkonstruktion reduziert den komponentenbedingten Druckverlust um bis zu 40 Prozent. Abhängig von Anwendung und Betriebsprofil ergibt sich über eine angenommene Laufleistung von 1,5 Millionen Kilometern ein rechnerisches Einsparpotenzial von bis zu 400 Litern Diesel und rund 1,3 Tonnen CO₂ – pro Fahrzeug. Auf eine Flotte hochgerechnet wird sichtbar, welche wirtschaftliche Wirkung bereits kleine Verbesserungen an einer einzelnen Komponente entfalten können.
Dazu kommen die Effekte, die sich nicht im Verbrauch, sondern im Werkstattkalender zeigen: Hochwertige, effiziente und vor allem passgenaue Filter sorgen für längere Serviceintervalle, weniger manuelle Eingriffe und einen geringeren Verschleiß an geschützten Bauteilen. Genau über diese Summe kleiner Positionen lassen sich Betriebskosten senken, ohne an der Schutzwirkung zu sparen. Leichtbau, optimierte Strömungswege, eine intelligente Systemintegration und ein bedarfsgerechtes Thermomanagement zahlen bei uns gemeinsam auf dieses Ziel ein.
Von der Flottenmanagement-Software zu smarterer Wartungsplanung
Kaum ein Fuhrpark wird heute noch auf Papier verwaltet. Flottenmanagement-Software, Telematikplattformen und spezialisierte Wartungssoftware erfassen Laufleistung, Betriebsstunden, Einsatzbedingungen, Fehlercodes und anstehende Servicebedarfe. Diese Tools sind das Rückgrat des Wartungsmanagements für Flottenmanager – doch Filter tauchen darin oft nur als starres Intervall auf: Sie werden alle X Kilometer, alle Y Betriebsstunden gewechselt.
Das Problem: Die tatsächliche Standzeit eines Filters hängt stark von den Bedingungen ab, unter denen er arbeitet. Staubkonzentration, Luftfeuchte, Lastprofil und die Eigenschaften des Filtermediums beeinflussen, wie schnell sich ein Filter zusetzt. Filterleistung ist immer ein Balanceakt zwischen Schutzwirkung, Druckverlust und Serviceintervall. Ein fester Termin im Wartungsplan bildet diese Balance nur näherungsweise ab: Er führt zu unnötigen Wechseln – oder er kommt zu spät.
Werden Filter- und Fluidwechsel dagegen als eigene Datenpunkte in die vorhandenen Systeme integriert, entsteht echte Planbarkeit. Wartung lässt sich bündeln, Werkstattkapazitäten lassen sich besser auslegen, und Motor oder Abgasnachbehandlung beispielsweise bleiben zuverlässig geschützt. Wichtig ist dabei die Rollenverteilung: Wir stellen keine weitere Plattform neben Ihre bestehende Lösung, sondern liefern die filtrationsseitigen Daten, mit denen Ihre Wartungsplanung präziser wird. Dafür entwickeln wir systemintegrierbare, filtrationsspezifische Sensoren, die Aufschluss über Zusetzungsgrad und verbleibendes Nutzungspotenzial geben – die Grundlage für eine zuverlässige zustandsbasierte und vorausschauende Wartung.
Fuhrparkwartung: Die filtrationsrelevanten Punkte im Wartungsplan
In der Praxis entscheidet sich die Wirkung an wenigen, klar benennbaren Servicepunkten. Für die Wartung der Fuhrparkfahrzeuge – vom Sattelzug bis zur Baumaschine – deckt unser Portfolio sie vollständig ab:
In staubintensiven Dauereinsätzen ist der Luftfilter der kritischste Punkt. Unser selbstreinigender Motorluftfilter ENTARON XR 21 / XR 28 erreicht eine bis zu 20-fach höhere Filterstandzeit bei Luftvolumenströmen von bis zu 28 m³/min und macht die manuelle Reinigung weitgehend überflüssig.
PreLine Flex ist ein modulares Heavy-Duty-System für Kraftstoffvolumenströme bis 650 l/h; die integrierte E-Pumpe unterstützt die Befüllung, den Motorstart oder die kontinuierliche Förderung. Gleichteile über verschiedene Motorplattformen hinweg reduzieren die Komplexität und TCO. Das Vor- und Hauptkraftstofffiltermodul WEI1055 vereint beide Filterelemente in einem kompakten Gehäuse – inklusive Heizer, Drucksensor, Wasser-im-Kraftstoff- und Differenzdrucksensor – bei einem Serviceintervall von 100.000 km.
ProVent² entlüftet Kurbelgehäuse von Diesel-, Gas- und Wasserstoffmotoren, ist auf die Anforderungen von Euro 7 ausgelegt und verbindet eine hohe Abscheideleistung mit einem geringen Druckverlust und langen Serviceintervallen.
Unser Harnstofffiltermodul schützt SCR-Systeme vor Verunreinigung und Verschleiß und verlängert die Serviceintervalle um das bis zu Vierfache gegenüber Standardlösungen.
Unser kompakter, modular aufgebauter Intank-Rücklauffilter schützt Pumpen, Ventile und Zylinder – besonders relevant für Aufbau- und Traileranwendungen wie Betonmischer und Kipper.
Unsere Innenraumfilter halten zum Beispiel Feinstaub, Pollen und Schadgase auf, bevor sie in die Kabine gelangen können, und tragen damit zu Fahrergesundheit, Konzentration und Komfort bei.
Proaktives Filtermanagement wirkt zusätzlich auf einen Punkt, der im Fuhrparkservice-Management häufig unterschätzt wird: die Nachweisbarkeit. Wenn Sie dokumentieren können, welches Filterelement wann verbaut wurde, sichern Sie Gewährleistungsansprüche ab und schaffen die Grundlage für einen planbaren Fuhrpark-Wartungsservice. Das gilt in der Automotive- und Lkw-Wartung genauso wie bei Bau-, Land- und Bergbaumaschinen.
Fuhrpark-Telematik und automatisiertes Fuhrparkmanagement
Die Fuhrpark-Telematik sagt viel über die Belastung einer Filtrationsstrecke aus, ohne dass ein Sensor am Filter selbst sitzen muss. Ob häufige Stop-and-go-Zyklen, Baustellen- und Off-Road-Einsätze, eine hohe Staubfracht, Kurzstrecken im urbanen Verteilerverkehr oder konstante Langstrecken: All das führt zu deutlich unterschiedlichen Standzeiten. Werden Einsatzprofile ausgewertet, lässt sich die Filterstrategie daran ausrichten. Kurz gesagt: Der Baustellenkipper benötigt andere Filter, Filtermedien und Service-Intervalle als der Fernverkehrs-Lkw derselben Flotte. Genau hier wird aus der reinen Datenerfassung ein automatisiertes, realistisches Fuhrparkmanagement, das tatsächlichen individuellen Wartungsbedarf meldet, statt ihn blind zu terminieren.
Wir kombinieren dafür passgenaue Sensorik mit cloud- und edge-basierten Algorithmen und binden diese in bestehende OEM-Telematiksysteme und Ihr IoT-Fleet-Management (IoT: Internet of Things) ein. Unsere Smart Filtration Solutions zeigen Betriebsstatus, Systemwarnungen und geschätzte Servicetermine je Fahrzeug oder Maschine an. Ergänzend ermöglicht RFID-basierte Filtererkennung – wie im marktreifen CNHTC Luftfiltersystem mit RFID-Technologie – die aktive Erkennung des tatsächlich verbauten Originalfilterelements, optional mit Luftdrucksensor und digitalen Services.
Bewusst bauen wir dabei keine weitere eigenständige Plattform. Der Mehrwert für ein digitales Fuhrparkmanagement mit MANN+HUMMEL liegt darin, dass wir unsere Filtrationsprodukte über unterschiedliche Fahrzeugplattformen hinweg monitoring-ready machen. Gerade in heterogenen Flotten mit Fahrzeugen mehrerer Hersteller wird Filtration so zum gemeinsamen Nenner – die Flottendaten aus der Filtration bleiben über Marken hinweg vergleichbar. Für das Lkw-Fuhrparkmanagement gemischter Flotten beispielsweise ist das oft der entscheidende Unterschied.
Nachhaltigeres Fuhrparkmanagement: Filtration als Stellschraube
Nachhaltigeres Fuhrparkmanagement scheitert selten am Willen, sondern an messbaren Hebeln. Filtration liefert zwei davon. Der erste ist der Verbrauch: Jeder vermiedene Druckverlust im System senkt den Energiebedarf und damit direkt den CO₂-Ausstoß – im Beispiel unseres Ölfiltermoduls rund 1,3 Tonnen CO₂ über die Fahrzeuglebensdauer. Der zweite ist die Lebensdauer selbst: Längere Standzeiten bedeuten weniger Ersatzteilbedarf, weniger Transportaufwand und am Ende weniger Abfall.
Auch die Materialseite entwickelt sich bei MANN+HUMMEL weiter: Biobasiertes Lignin ersetzt bei der Imprägnierung von Filtermedien einen Teil der konventionellen phenolischen Bestandteile. Gegenüber einer rein konventionellen phenolischen Imprägnierung reduziert dieser Ansatz den Rohöleinsatz für die Imprägnierung um bis zu 27 Prozent und ihren CO₂-Fußabdruck um bis zu fünf Prozent4 – bei gleichbleibender Filtrationsleistung. Für Flotten mit eigenen Klimazielen ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Ersatzteilentscheidung.
Fuhrpark optimieren: Wartungsmanagement mit Filtration im Blick
Aus der Praxis heraus lassen sich fünf Schritte ableiten, mit denen Sie Ihren Fuhrpark optimieren und Filtration systematisch als Lösung in das Management der Fuhrparkwartung einbetten:
Wenn Sie diese fünf Punkte konsequent verfolgen, können Sie Ihr Flottenmanagement optimieren, ohne die Prozesse im Fuhrparkbetrieb umzubauen – die Filtrationsstrategie fügt sich nahtlos in bestehende Abläufe ein.
Ihre Filtrationslösungen für smartes Flottenmanagement
Seit mehr als 85 Jahren trennen wir das Nützliche vom Schädlichen. Was wir dabei bieten, ist weit mehr als ein einfacher Ersatzteilkatalog: Unser Portfolio reicht von Motorluft-, Kraftstoff-, Öl-, Hydraulik- und Innenraumfiltration bis zu Lösungen für neue Antriebe – kombiniert mit der Fähigkeit, Filtrationssysteme auf konkrete Bauraum-, Fahrzeug- und Betriebsanforderungen hin auszulegen. Dazu kommt unser digitales Know-how: Wir bieten Flottenmanagement-Lösungen wie filtrationsspezifische Sensorik, Condition Monitoring, Predictive-Maintenance- und Analytics-Tools, anschlussfähige Filtrationssysteme und RFID-basierte Filtererkennung.
So entstehen Lösungen, die an der Komponente ansetzen statt an der Oberfläche und sich in vorhandene Prozesse einfügen. Wir verstehen uns dabei nicht als Lieferant einzelner Komponenten, sondern als Partner für messbare Wirkung – für eine höhere Verfügbarkeit, geringere Gesamtbetriebskosten und ein modernes Fuhrparkmanagement, das bestens auf kommende regulatorische und technologische Anforderungen vorbereitet ist.
Mehr zu unserem Beitrag für saubere Mobilität finden Sie auf unserer Themenseite Filtration für nachhaltige Mobilität. Standardkomponenten für Heavy-Duty- und Industrieanwendungen können Sie direkt im OE-Onlineshop bestellen. Und wenn Sie eine Beratung zum Fuhrparkmanagement aus Filtrationssicht suchen: Kontaktieren Sie unsere Experten. Ob datengestützte Wartung, High-Mileage-Anwendungen, Fuhrparkservice und Wartung gemischter Flotten oder die Innenraumluft in der Kabine: Auf uns ist Verlass – an mehr als 80 Standorten weltweit.
Persönlich treffen Sie uns vom 15. bis 20. September 2026 auf der IAA TRANSPORTATION in Hannover, Halle 13, Stand C48 – dort zeigen wir auch, wie smartes Flottenmanagement und Filtration in der Praxis zusammenwirken.
1 Regulation - 2024/1257 - EN - EUR-Lex
4 Die Berechnungsmethode und die zugrunde liegenden Daten zur Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks wurden von ClimatePartner unabhängig geprüft und bestätigt.
Häufige Fragen zu Fuhrparkmanagement und Filtration
Fuhrparkmanagement ist die Planung, Steuerung und Kostenkontrolle aller Fahrzeuge eines Unternehmens – vom Auto bis zum Bagger oder Lkw. Zu den Aufgaben zählen Beschaffung und Einsatzplanung, die Organisation, die Fuhrparkwartung einschließlich der Werkstattsteuerung, die Ersatzteilversorgung, die Dokumentation gesetzlicher Nachweise sowie das Fuhrpark-Controlling. Wer eine Fahrzeugflotte verwaltet, koordiniert damit gleichzeitig Verfügbarkeit, Sicherheit und Gesamtbetriebskosten (TCO). Nicht nur im Lkw-Fuhrparkmanagement kommen Anforderungen wie Emissionsvorgaben, Nachweispflichten und lange Laufleistungen hinzu. Filtration ist dabei kein Randthema: Motorluft-, Kraftstoff-, Öl-, Hydraulik- und Innenraumfilter sind wartungskritische Komponenten und beeinflussen unmittelbar, wie zuverlässig und planbar ein Fahrzeug im Einsatz bleibt.
Filtration wirkt auf nahezu jede Position, die in eine TCO-Berechnung einfließt: Kraftstoffverbrauch, Wartungsaufwand, Werkstattzeiten, Lebensdauer geschützter Komponenten sowie den Ausfallwert eines stehenden Fahrzeugs. Ein Beispiel aus unserer Entwicklung: Bei einem Ölfiltermodul senkt eine optimierte Ventilkonstruktion den komponentenbedingten Druckverlust um bis zu 40 Prozent. Auf eine Laufleistung von 1,5 Millionen Kilometern gerechnet entspricht das je Fahrzeug – abhängig von Anwendung und Betriebsprofil – bis zu 400 Litern weniger Dieselverbrauch und etwa 1,3 Tonnen vermiedenem CO₂. Multipliziert mit der Fahrzeuganzahl einer Flotte zeigt sich, wie stark Filter die TCO des Fuhrparks beeinflussen. Hinzu kommen längere Serviceintervalle und weniger manuelle Eingriffe – damit lassen sich Betriebskosten senken, ohne die Schutzwirkung zu reduzieren.
Ein Motorluftfilter beeinflusst den Kraftstoffverbrauch über den Differenzdruck. Setzt sich das Filtermedium mit Staub und Partikeln zu, steigt der Strömungswiderstand, und der Motor muss mehr Arbeit für dieselbe Luftmenge aufwenden. Filterleistung ist deshalb immer eine Abwägung zwischen Schutzwirkung, Druckverlust und Serviceintervall – ein zu spät gewechselter Filter kostet Kraftstoff, ein zu früh gewechselter kostet Material und Werkstattzeit. In staubintensiven Dauereinsätzen ist dieser Punkt besonders kritisch, etwa im Bau-, Landwirtschafts- und Bergbaueinsatz. Für genau solche Bedingungen haben wir beispielsweise den selbstreinigenden ENTARON XR 21 / XR 28 entwickelt: Sein integriertes Reinigungssystem erhöht die Standzeit des Filterelements um das bis zu 20-Fache, bewältigt Luftvolumenströme von 28 m³/min und erspart der Werkstatt das manuelle Ausblasen.
Flottenmanagement-Software schafft Transparenz über die Laufleistung, Betriebsstunden, Einsatzbedingungen, Fehlercodes und anstehende Servicebedarfe an einer zentralen Stelle. Daraus entstehen konkrete Vorteile wie ein belastbarer Wartungsplan, gebündelte Werkstattaufenthalte, besser ausgelastete Kapazitäten und ein Wartungsmanagement, das auf Daten statt auf Erfahrungswerten beruht. Auch die Kosten im Fuhrparkmanagement werden je Fahrzeug und Segment auswertbar. Allerdings kennt eine solche Software oft den tatsächlichen Zustand einzelner Filter nicht und arbeitet daher mit festen Wartungsintervallen. Genau hier setzen viele unserer Flottenmanagement-Lösungen an – wir übertragen filtrationsseitige Zustandsdaten in vorhandene Systeme, statt eine weitere Plattform daneben zu stellen.
Fuhrpark-Telematik erfasst Betriebsdaten in Echtzeit direkt im und am Fahrzeug – über Steuergeräte und Sensoren – und überträgt sie per Mobilfunk in eine Cloud, wo sie ausgewertet werden. Für Unternehmen bietet dies mehr als eine reine Positionsverfolgung: Aus den Flottendaten (der Fleet Data) lassen sich Einsatzprofile ableiten, etwa eine hohe Staubfracht, Stop-and-go-Betrieb, Off-Road-Einsatz oder konstante Langstrecke. Auf dieser Basis lässt sich die Filterstrategie je Segment ausrichten, statt flottenweit dasselbe Intervall zu fahren. Dies reduziert ungeplante Ausfälle und verbessert messbar die Flotten-Performance. Unser Beitrag dazu: Sensorik, die auf die jeweilige Filtrationsanwendung zugeschnitten ist, ausgewertet über Algorithmen in Cloud und Edge und angedockt an die Telematik, die Sie als Fahrzeughersteller ohnehin betreiben – für ein IoT-Fleet-Management mit konkretem, direktem Wartungsnutzen.
Vorausschauende Wartung – auch Predictive Maintenance genannt – plant Serviceeingriffe anhand des tatsächlichen Bauteilzustands und der prognostizierten Restnutzungsdauer statt anhand starrer Kilometer- oder Betriebsstundenvorgaben. Die Datengrundlage liefern Sensoren im Fahrzeug, deren Werte gegen Erfahrungs- und Modellwerte abgeglichen werden. Für die Filtration entwickeln wir Sensoren, die Aufschluss über Zusetzungsgrad und verbleibendes Nutzungspotenzial eines Filters geben. Der praktische Nutzen geht in beide Richtungen: Wechsel erfolgen weder unnötig früh noch zu spät, was Material spart und zugleich den Motor und die Abgasnachbehandlung schützt. Auf Flottenebene entsteht so ein automatisiertes Fuhrparkmanagement, das echten Wartungsbedarf meldet, statt ihn pauschal zu terminieren.
Filtrationslösungen wirken über drei Hebel. Erstens über längere Standzeiten: Unser Harnstofffiltermodul verlängert die Serviceintervalle um das bis zu Vierfache gegenüber Standardlösungen, das Kraftstofffiltermodul WEI1055 erreicht ein Serviceintervall von 100.000 Kilometern – jeder eingesparte Werkstattaufenthalt erhöht die Verfügbarkeit. Zweitens über Effizienz: Geringere Druckverluste senken den Energiebedarf und damit Verbrauch und CO₂-Ausstoß, was auch auf ein nachhaltigeres Fuhrparkmanagement einzahlt. Dazu kommen neue Methoden und Materialien: Biobasiertes Lignin in der Imprägnierung unserer Filtermedien beispielsweise reduziert den Rohöleinsatz zusätzlich um bis zu 27 Prozent. Drittens über Transparenz: RFID-basierte Filtererkennung und filtrationsspezifische Sensorik machen sichtbar, welches Element verbaut ist und wie es sich im Einsatz verhält. Zusammen ergeben sich daraus Fuhrparkmanagement-Lösungen, mit denen Sie Ihren Fuhrpark optimieren können, ohne bestehende Prozesse umbauen zu müssen. Für eine Beratung zur Filtrationsstrategie Ihres Fuhrparkmanagements kontaktieren Sie gerne unsere Experten.